Aufgrund seiner Fähigkeit, schnell Bindungen einzugehen, ist Wasserstoff ein hervorragender Energiespeicher. Die bekannteste Möglichkeit der Verbindung ist die Oxydation mit Sauerstoff. Dabei wird Energie frei gesetzt. Diese Oxydation findet bei ca. 3.200° statt und das Endprodukt ist reines Wasser (H2O). Momentan hat sich jedoch eine großtechnische Anwendung aus folgenden drei Gründen noch nicht durchgesetzt:

  1. Die Wasserstofferzeugung aus regenerativen Energiequellen (grüner oder blauer Wasserstoff) ist momentan weniger produktiv als die Erzeugung von Wasserstoff aus fossilen Energiequellen als Abfallprodukt der Erdölraffinerien.
  2. Die Speicherung von Wasserstoff ist aufgrund der niedrigen Energiedichte von Wasserstoff bei Raumtemperaturen erschwert. Die Verdichtung und verbesserte Speicherung durch Verflüssigung ist energieintensiv. Die Speicherung in sogenannten Metallhydridspeichern ist momentan technisch ausgereift, hat sich jedoch noch nicht großtechnisch durchgesetzt. Alternativ wäre jedoch Methanol als Wasserstoffträger verfügbar, wobei auch hier die Erzeugung von Methanol aus regenerativen Energien und nicht wie heute aus fossilen Brennstoffen erfolgen müsste.
  3. Obwohl Wasserstoff außer Wasser absolut keine weiteren Verbrennungsprodukte hinterlässt, sind die folgenden derzeitigen Anwendungen technisch noch nicht ausgereift.
  • Gasturbinen
  • Flugzeugtriebwerke
  • Verbrennungsmotoren

Wasserstoffenergiespeicher

Gemäß der nachfolgenden Grafik kann Wasserstoff auf zwei Arten entweder physikalisch in reiner Form oder gebunden gespeichert werden.

Zu den beschriebenen Speichermöglichkeiten kommt noch die Möglichkeit, Wasserstoff in bestehenden Erdgasversorgungsnetzen zwischen zu speichern. Momentan bestehen weltweit große Anstrengungen, u.a. auch von großen namhaften Fahrzeugherstellern Wasserstoff in Tanks zu speichern, mit dem Ziel ähnliche oder gleiche Komfortpotentiale wie bei der Speicherung von Benzin oder Diesel zu erreichen. Dabei spielen insbesondere folgende Aspekte eine Rolle:

  • Hohe Speicherdichte
  • Geringer Stillstandverlust
  • Be- und Entladezeiten
  • Sicherheit der Energiespeicher (Tank)